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Past and present

Verantwortlicher Autor: Nicolaus Dinter Hamburg, 07.12.2017, 19:58 Uhr
Presse-Ressort von: Nicolaus Dinter Bericht 4699x gelesen
Ein kleiner Vergleich nach 60 Jahren
Ein kleiner Vergleich nach 60 Jahren  Bild: Nicolaus Dinter

Hamburg [ENA] Wenn wir in eine Zeitreise steigen, die uns in eine Zeit führt, die von unseren Großeltern als die schlimmste Ihres Lebens bezeichnet wird, würden wir erstaunt wieder kehren. Also ich will gar nicht mal so weit gehen, das ich im Jahre 1945 lande. 1954 reicht mir eigentlich schon.

Der Krieg war aus, die Diktatur war vorbei. Deutschland war frei, auch wenn es zu wenige waren, die dem diktatorischem System wiederstand geleistet haben. Deutschland konnte neu anfangen. Deutschland lag in Trümmern, es gab zu wenig Arbeit, zumindest wurde zuerst nicht viel an Lohn bezahlt. Darf ich Dokumenten trauen, gab es nicht mehr als 3,50 Reichsmark in der Stunde. Klar Lebensmittel wurden zugeteilt, Kleidung war eine Rarität. Wohnraum lag in Trümmern und Mensch suchte eine Behausung, wo er sie gerade finden konnte….- Der Schwarzmarkt boomte und Mensch tauschte, was er konnte.

Viele Menschen halfen ohne Geld, das Land wieder auf zu bauen, später dankte die Deutschen Regierung es Ihnen mit Rentenkürzung, obwohl das fünfzig Pfennig Stück nur für die Rentenkasse der Trümmerfrauen geprägt wurde. (Deshalb auch eine kniende Frau mit Kopftuch, die ein Bäumchen pflanzt.) Diesen Menschen, die dort in der Stunde Null, anfingen ein Land auf zu bauen, verdanken wir vieles…… Es dauerte noch zehn Jahre, bis sich etwas an diesem Zustand änderte. Also gehen wir in das Jahr 1954, ein Jahr in dem Deutschland noch weit entfernt war vom Wohlstand, noch kamen immer mehr Menschen aus dem Krieg oder flohen vor einem faschistischem Regime. Immer noch starben Menschen, weil sie die falsche Hautfarbe hatten oder die falsche Nationalität.

Der Speigel der Zeit

Immer noch lagen Häuser in Trümmern. Langsam schlich sich eine Normalität ein, die noch weit entfernt vom Wohlstand war. Noch hielt eine Kriegsgeneration an den Regeln der Kriegsjahre fest. Noch waren die Wunden des Krieges nicht verheilt und keiner dachte daran, sie zu heilen. Diese Wunden sind heute immer noch eine klaffende Wunde, die sicherlich nicht mehr ausblutet, aber alleine sie zu wissen schmerzt einen. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verdiente ca. 1.000,00 DM, ein Haus mit ca. 150qm gab es für 22.000,00 DM, eine Wohnung (ca. 120qm) kostete ca. 75,00 DM, ein Auto wurde erschwinglich. Klar die Menschen legten selbst Hand an. Bauten sich einen Traum auf, arbeiteten hart und realisierten Ihre Vorstellungen.

Machen wir einen Sprung in das Jahr 2017, wie sieht es aus, nachdem Wirtschaftswissenschaftler erklärten Wohlstand ist nicht möglich und Human rights sind ein Traum. Naja, der Verdienst einen durchschnittlichen Arbeitnehmer sind gleich geblieben, 1.000,00 Euro ist ja schon mal etwas. Ja ein Haus oder Wohnraum ist Luxus, aber ein guter Arbeitnehmer kann ja auch auf der Straße wohnen. Ein Haus kostet in den „Metropolen“ locker mehr als eine Millionen Euro. Ja eine Wohnung im Standard unter 1950 kostet schon locker 1.600,00 Euro im Monat ach ja Auto kann Mensch inzwischen leasen, das ist billiger geworden. In Deutschland hat sich eine Immobilienblase gebildet, die weit aus größer ist, als jemals die „new ecconomie“ es gebracht hat.

Seifenblase wann platzt Du?

Die heutigen Wirtschaftswissenschaftler setzen mehr auf Propaganda, als auf wahre Werte. Es gilt mehr was andere Menschen einem sagen, wo der Gruppenzwang hin führt, als das nach rechnen und Wertschätzen von Werten. Die Steuerlast ist inzwischen auf fast 80% gestiegen und ehrliche Arbeit bringt einen eher in das Armenhaus, als zu einem Vermögen. Klar kommen jetzt Kritiken ohne Ende, ja, die Lebensmittel sind ja billiger, und Mensch könnte ja 1954 nicht mit 2017 vergleichen…..und ja die DM war ein Traum, aber das ist heute nicht mehr realistisch und damals hatten wir ja nicht so viele Flüchtlinge….und und… und. Zahlen haben eine Bezugsgröße und solange die Bezugsgröße vergleichbar ist, ist die Zahl vergleichbar.

Steter Tropfen höhlt den Stein
Drahtseilakt des täglichen Lebens?
So unbekümmert ist der Weg nicht.....

Klar, die Butter hat damals 3,00 DM pro 250gr. Gekostet, aber es war eben noch Butter, aus Kuhmilch, mit traditionellen Arbeitsschritten gewonnen, nicht so wie heute, wo ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich Butter ist, was ich da kaufe oder nicht etwa ein Produkt aus der Petrochemie. Damals konnte ich sehen und überprüfen, was ich gekauft habe, heute weiß ich nicht, was auf meinem Teller landet. Insofern nehme ich dann doch lieber einen Backstein in die Hand und schaue, wie die Immobilien aussehen oder eben ein Auto.

Damals wurden Autos für ein Jahrhundert gebaut und ja die waren richtig Sparsam, durchschnittlicher Verbrauch der unteren Mittelklasse lag bei 6-8 Litern auf hundert Kilometer, heute schluckt ein Smart ja schon mal schnell 12,5 Liter…. Ich könnte jetzt so weiter schreiben, aber ich mach hier mal Schluss, einfach mit einer kleinen Forderung, gebt jedem Staatsbürger ein Grundgehalt von 1.500,00 Euro netto im Monat und eine Hinzuverdienst Möglichkeit von 450,00 Euro und das ist Finanzierbar, immerhin bezahlt der Staat für die Verwaltung von Hartz IV und Grundsicherung pro Kopf mehr als 2.500,00 Euro aus.

Oder eben Subventionen von Staaten die zweifelhaft sind oder Geschenke an Staaten, die unnötig sind, könnten zur Finanzierung unser Arbeitnehmer besser eingesetzt werden. Arbeit lieber am Wohlstand für Alle, als am Armenhaus für Alle. Danke für das Lesen und einsteigen in eine Diskussion, die es ermöglichen sollte, wieder in einem Staat mit glücklichen Menschen zu leben.

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